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Low Carb Ernährung

Fit und schlank mit Low Carb?

Unter der Kurzbezeichnung Low-Carb für Englisch "low carbohydrates" fasst man verschiedene Formen von Ernährung oder Diäten zusammen, bei denen man den Kohlenhydratanteil in der täglichen Ernährung weitestgehend reduziert. Bei einer Low Carb Ernährung wird die aufgenommene Mengen an Kohlenhydraten reduziert, was unterschiedliche Ausmaße annehmen kann. Bei ketogenen Diäten kann der Anteil an Kohlenhydraten am täglichen Energiebedarf bis zu null reduziert werden, es gibt auch Low Carb Ernährungen, bei denen nur geringe Reduktionen empfohlen werden. Die bekanntesten Low Carb-Ernährungsformen sind:

  • Atkins-Diät gehört zu den radikalen Low Card Diäten, benannt nach dem amerikanischen Arzt Robert Atkins
  • Logi-Diät, eine Abkürzung für Low Glycemic Index, also "niedriger glykämischer Index", auch als GI bezeichnet, der als Maß zur Bestimmung der Wirkung eines kohlenhydrathaltigen Lebensmittels auf den Blutzuckerspiegel dient. Bei dieser Art der Diät wird eine geringe Kohlenhydratreduktion empfohlen, was die Logi-Diät zu einer moderaten Low Carb Diät macht. 
  • „Paleo-Diät“ auch als „Steinzeiternährung“ bekannt. Hier werden ausschließlich Lebensmittel gegessen, die schon unseren Urahnen aus dem Steinzeitalter als Nahrungsmittel dienten, wie zum Beispiel Nüsse, Beeren, Früchte, Fleisch und Fisch. (Wärmebehandelte) Milchprodukte und Getreideprodukte sind hier tabu.
  • Ketogene Diät: hier wird der Anteil an Kohlehydraten zumindest theoretisch auf null zurückgeschraubt.

Vereinfacht ausgedrückt wird bei einer Low Carb-Ernährungsweise auf Brot, Pasta, Kartoffeln, raffinierten Zucker, Alkohol entweder ganz verzichtet oder die Kohlenhydratzufuhr wird stark eingeschränkt. Lebensmittel wie Fleisch und Fisch auch fetthaltige, sind hingegen erlaubt.

Wie wirkt Low Carb?

Die moderne westliche Ernährungsweise basiert stark auf den sogenannten einfachen Kohlenhydraten, die vor allem in Weißmehl, Stärke und weißem Zucker enthalten sind und die Basis vieler beliebter Lebensmittel bilden: Brot, Pasta, Süßigkeiten, Chips, Fast Food und auch Alkohol.

Diese Kohlenhydrate, die aus längeren Ketten bestehen, können sehr einfach vom Verdauungssystem in verwertbare sogenannte "Einfachzucker" (u.a. Glukose) umgewandelt und zu den Zellen transportiert werden. Durch ihren Verzehr steigt der Blutzuckerspiegel stark an. Der Körper muss viel Insulin produzieren, um den Zucker in die Zellen zu transportieren. Das Insulin bewirkt einerseits, dass verstärkt Fett eingelagert wird, unter anderem in der Bauchregion, andererseits behindert es die Fettverbrennung.

Dreht man dem Körper nun die Zufuhr von Kohlenhydraten ab und ersetzt sie durch fett- und eiweißreiche Lebensmittel, ist er gezwungen, den Stoffwechsel umzustellen und neben diesen auch seine eigenen Fettreserven als Energielieferant zu nutzen. Dabei verbraucht er bei der Energiegewinnung aus Eiweiß mehr Kalorien als bei der aus Kohlenhydraten. Mit anderen Worten: Fett wird abgebaut und das Gewicht wird reduziert. Auch die Insulinausschüttung wird niedrig gehalten.

Ist Ernährung dabei fettreich, spricht man auch von LCHF-Diät - für "Low Carb High Fat".

Generell ist es gerade am Abend wichtig, sich kohlenhydratarm zu ernähren, damit die Fettverbrennung über Nacht nicht blockiert wird.

Was ist bei einer Low Carb-Ernährungsweise zu beachten?

Während der Umstellungsphase auf Low Carb kann es zu Kopfschmerzen, Schlappheitsgefühl, auch Reizbarkeit und Hungerattacken (vor allem auf kohlenhydrathaltiges Essen) kommen.

Der gesteigerte Verzehr gesättigter Fettsäuren aus tierischen Produkten kann außerdem zu einer Erhöhung der LDL-Cholesterinspiegel im Blut und damit zu einem erhöhten Risiko für Arteriosklerose (Gefäßverkalkung) führen. 

Zusätzlich ist die Menge an täglich aufgenommenen Ballaststoffen durch eine Low Carb Diät teilweise stark verringert. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung, kurz DGE, empfiehlt jedoch eine Ballaststoff-Aufnahme von 30 g pro Tag. 

Durch die Elimination bestimmter Lebensmittelgruppen kann eine Low Carb Diät auch einen Mangel an B-Vitaminen, Vitamin C, Kalzium, Zink und Eisen auslösen. 

Vor einer Diät empfehlen wir daher, eine allgemeine gesundheitliche Kontrolle durchzugehen.

Was ist bei einer Low Carb-Diät zu beachten?

Während der Schwangerschaft spielt eine ausgewogene Ernährung - also auch die Zufuhr von Kohlenhydraten - eine wichtige Rolle. Werdende Mütter sollten dabei vorsichtig mit einer Low Carb-Ernährungsweise umgehen und auch ihren Arzt bzw. ihre Ärztin konsultieren. Studien zeigten, dass Kinder, deren Mütter sich während der Schwangerschaft kohlenhydratarm ernährten, im Grundschulalter im Durchschnitt deutlich dicker als ihre Altersgenossen waren.

Ebenso sollten Diabetiker vor einer Low Carb-Diät mit ihrem Arzt darüber sprechen.

Außerdem kann eine extreme Low Carb-Diät auch anderweitige Gesundheitsrisiken bergen, weshalb eine vorherige Absprache mit dem Arzt empfehlenswert erscheint.

"Erlaubte und "verbotene" Lebensmittel

Auch bei einer Low Carb-Ernährungsweise sollte man darauf achten, vernünftige Tagesrationen zu essen – selbst wenn zum Beispiel tierisches Fett "erlaubt" sollte man seine Fettzufuhr im Auge behalten.

Diese Lebensmittel gehören auf Deinen Ernährungsplan:

  • Fleisch: Schwein, Rind, Geflügel (z.B. gebratene Hähnchenbrust als Klassiker für schnelle Rezepte). Allerdings sollte Fleisch nicht paniert sein oder Ähnliches
  • Eier
  • Fisch: Lachs, Saibling, Meeresfrüchte, Heringe
  • Milch und Milchprodukte
  • Kohlenhydratarmes Gemüse: fast alle Gemüsesorten sind hier erlaubt, also auch Avocado, Kohlsorten, Zwiebeln und natürlich Salate
  • Nüsse: Walnüsse, Erdnüsse, Mandeln, Paranüsse, Zedernüsse
  • Kokosnussprodukte
  • Samen: Lein-, Floh-, Chia Samen

Diese Lebensmittel sollten Sie meiden:

  • Brot aus Weizen-, Roggen- oder Dinkelmehl
  • Reis
  • Nudeln: Ausnahme bilden hier Nudeln aus Konjakmehl, die wenig Kohlenhydrate enthalten und kalorienarm sind
  • Haferflocken
  • Süßigkeiten
  • Zucker und Honig
  • Kohlenhydratreiches Gemüse: Kartoffeln, auch Süßkartoffeln, Mais, Pastinaken, Erbsen
  • Fruktosereihes Obstsorten: Bananen, Litschi, Weintrauben, Trockenfrüchte
  • Alkohol

Kohlenhydratreiche Zutaten durch Kohlenhydratarme ersetzen

Wer sich für eine kohlenhydratreduzierte bzw. Low Carb-Ernährungsweise entscheidet, der muss von nun an natürlich auf das ein oder andere Lieblingsgericht verzichten. Dennoch muss mit Low Carb der Spaß und die Freude an Essen nicht vollständig verloren gehen, denn viele der „verbotenen“ Nahrungsmittel lassen sich geschickt durch kohlenhydratarme Lebensmittel ersetzen. Der Markt bietet außerdem beispielsweise eine breite Palette an Low Carb-Produkten, die lecker sind, satt machen und die trotzdem beim Abnehmen unterstützen.

Auf Süßes gänzlich verzichten? Nicht unbedingt!

Wer liebend gern süße Speisen und Snacks konsumiert, der kann Zucker und Co. ganz einfach durch Zuckerersatzprodukte, wie zum Beispiel durch Xylit – oder auch Birkenzucker genannt – ersetzen. Xylit selbst ist bereits äußerst kalorienarm und Erythrit ist quasi der völlig kalorienfreie Zwilling des raffinierten Zuckerersatzes. Bei beiden handelt es sich zwar um Kohlenhydrate, allerdings nicht um reinen Zucker, der anschließend zu Glucose verstoffwechselt wird und den Blutzuckerspiegel rasant in die Höhe schnellen lässt. Xylit und Erythrit lassen den Blutzuckerspiegel nur geringfügig ansteigen. Weitere Alternativen zum Haushaltszucker sind Agavendicksaft oder Kokosblütenzucker.

Da sich alle diese Ersatzstoffe beim Kochen und Backen anders verhalten als Haushaltszucker und auch je nachdem stärker oder weniger stark, sollte man diesen nicht einfach 1:1 ersetzen und auch die Rezeptanweisungen befolgen, damit es hinterher schmeckt.

Sogenannter Fruktose-Sirup, der unter anderem aus Maisstärke hergestellt wird, ist zu vermeiden, da er ein Risikofaktor für eine Gewichtszunahme und für Bluthochdruck darstellt.

Low Carb-Gebäck: Welche Mehl-Alternativen gibt es?

Brot oder Muffins backen ohne Mehl? Das geht einfacher als gedacht, denn hier steht eine ganze Liste an schmackhaften Ersatzmöglichkeiten zur Auswahl: Ganze Sonnenblumenkerne, Leinsamen, Mandeln, Chia Samen, Flohsamenschalen gibt es diese auch in gemahlener Form, zum Beispiel als Mandel- oder Kokosmehl, daneben auch Haferkleie und Sojamehl. Als Bindemittel gibt man Guarkern- bzw. Johannisbrotkernmehl hinzu. Auch Chia- oder Leinsamen sind geeignet sowie Xanthan, wobei es sich um ein weit verbreitetes Verdickungsmittel handelt. Wer gerne schokoladige Snacks oder fruchtige Riegel knabbert, der findet hier ein breites Angebot an hochwertigen Low Carb-Riegeln.

Low Carb Pasta: kohlenhydrat- und kalorienarm

Selbst Freunde der italienischen Küche können problemlos ihre Vorliebe für Pasta mit einer Low Carb-Ernährungsweise vereinen. Hier gibt es zum Beispiel ein breites Angebot an Nudeln aus Sojamehl, welche zudem auch glutenfrei ist. Eine weitere Alternative bieten auch

Kajnok- oder Konjak-Nudeln, die aus der in Asien kultivierten Konjakwurzel hergestellt werden.

Pasta mal anders: Nudeln aus Gemüse

Wie wäre es denn mal mit einer Pasta aus Zucchini oder einem Spaghettikürbis zum Abendessen bzw. als Hauptgericht? Für die Zucchini-Variante braucht man als Basis nichts weiter als das Gemüse und einen handelsüblichen Spiralschneider, der es in die richtige Form bringt. Die Zucchini-Spaghetti werden in einer Pfanne etwa fünf Minuten angebraten, nach Belieben gewürzt – und fertig sind deine trendigen Low Carb-Nudeln. Der Spaghettikürbis liefert die Spaghetti gewissermaßen in seinem Inneren, das aus langen gelben Fasern besteht. Man kocht ihn entweder circa dreißig Minuten in Wasser, nachdem man zuvor mit einem Schaschlik-Spieß rundherum eingestochen hat. Alternativ dazu halbiert man ihn, gart die Hälften gewürzt und mit Olivenöl eingepinselt zwischen dreißig und vierzig Minuten bei 220 Grad im Ofen.