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Fructoseintoleranz - Bist du betroffen?

fruchtzucker

Zucker ist mittlerweile in fast allen Lebensmitteln enthalten - und das in steigender Menge. Gleichzeitig leiden immer mehr Menschen an einer Unverträglichkeit gegenüber Fruchtzucker - der Fructoseintoleranz (FI). Schätzungsweise sind zwei von drei Kindern sowie jeder dritte Erwachsene zumindest zeitweise von einer Fructoseintoleranz betroffen.

Fructoseintoleranz - wenn zu viel Zucker krank macht

Fructose ist ein natürlicher Bestandteil sehr vieler Nahrungsmittel, vor allem von Obst und Gemüse. Allerdings wurden viele Obst- und Gemüsesorten gezielt auf eine stärkere Süße und damit auf einen höheren Anteil an Zucker gezüchtet. In den meisten industriell hergestellten Lebensmitteln wird Fructose nicht nur zum Süßen, sondern auch als Geschmacksverstärker zugesetzt. Ein typisches Beispiel sind die Softdrinks und Schokoriegel, aber auch Ketchup und Konservengemüse. Sie ist sogar in Light- und Diät- sowie Diabetiker-Produkten enthalten.

Was ist Fructose?

Fructose gehört wie die Glucose und und Galactose zu den Einfachzuckern, auch Monosaccharide genannt. Zusammen mit diesen gehört die Fructose zu den wichtigsten Zuckern des Zellstoffwechsels. Sie kann sowohl als Zellbaustein wie auch als Energielieferant fungieren. Die Fructose wird im Darm über spezielle Proteine zur Leber transportiert und dort weiterverarbeitet.

Welche Nahrungsmittel enthalten Fructose?

Fructose ist in vielen Lebensmitteln enthalten: Besonders Früchte enthalten viel Fructose, insbesondere Äpfel, Birnen, Weintrauben, Mangos und Trockenobst, wobei reifes Obst den höchsten Anteil hat. Auch Honig und andere Süßungsmittel, wie Maissirup oder Agavendicksaft, enthalten Fructose.
Marmelade, Fruchtsäfte und fertige Smoothies enthalten ebenfalls Fructose, sogar Kristallzucker bzw. Haushaltszucker. Dieser wird fachsprachlich Saccharose genannt und besteht aus einer Verbindung aus Fructose und Glucose.

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Die verschiedenen Formen der Fructoseintoleranz

Der Begriff Fructoseintoleranz bezeichnet streng genommen drei unterschiedliche Störungen des Fructosestoffwechsels:

- die hereditäre Fructoseintoleranz,
- die Fructosurie und
- die Fructosemalabsorption, auch intestinale Fructoseintoleranz oder alimentäre Fructoseunverträglichkeit genannt.

Dabei handelt es sich bei den ersten beiden um genetisch bedingte, dauerhafte Störungen des Stoffwechsels, während es sich bei der dritten Form um eine erworbene und in den meisten Fällen vorübergehende Beeinträchtigung handelt.

Hereditäre Fructoseintoleranz

Die hereditäre Fructoseintoleranz (HFI) ist eine erblich bedingte Stoffwechselerkrankung. Sie tritt relativ selten auf und wird durch ein defektes Enzym verursacht, was dazu führt, dass sich Fructose in Form von Fructose-1-Phosphat in der Darmwand, der Leber und den Nieren ansammelt. Fructose-1-Phosphat ist in höherer Konzentration giftig und verhindert die Bildung von Glucose, wodurch im Körper eine Unterzuckerung ausgelöst wird. HFI zeigt sich bereits beim Säugling. Da die hereditäre Fructoseintoleranz nicht heilbar ist, kann nur eine strikte lebenslange Diät organische Schäden vermeiden. Dazu gehört der Verzicht auf alle zuckerhaltigen Lebensmittel, was nicht nur Süßigkeiten umfasst, sondern auch Konserven, Wurst usw.

Fructosurie

Die Fructosurie ist eine ungefährliche Stoffwechselstörung. Sie wird durch einen Gendefekt bewirkt, bei dem ein bestimmtes in der Leber für den Abbau der Fructose verantwortliches Enzym nicht aktiv wird. Dadurch kommt es zwar zu einer Konzentration von Fructose im Blut, doch wird dieses über die Nieren im Urin ausgeschieden.

Fructoseintoleranz und Fructosemalabsorption

Viele Fälle von Fructoseintoleranz hängen mit der Darmschleimhaut zusammen, die für ihre Aufnahme und den Weitertransport zuständig ist. Dabei kann die Darmflora die mit der Nahrung zugeführte Fructose schlechter oder gar nicht mehr aufnehmen und weiterverarbeiten. Wie die alternative Bezeichnung Fructosemalabsorption - wörtlich: "schlechte Aufnahme von Fructose" - besagt, wird die Fructose auch nicht mehr weitertransportiert, weil die dafür zuständigen Proteine defekt sind. Dadurch kommt es nicht nur zu einer steigenden Konzentration an Fructose im Darm, sondern zu einer Störung der Prozesse, an denen sie beteiligt ist.

Ursachen für Fructoseintoleranz

Die Ursachen für eine geschwächte oder erkrankte Darmschleimhaut können dabei ganz verschieden sein: Meist steht eine chronische Belastung am Anfang. Sehr häufig handelt es sich dabei um eine langfristige falsche Ernährung - insbesondere mit stark zuckerhaltigen Lebensmitteln. Hierbei können auch verschiedene Zuckeraustauschstoffe wie Xylit, Sorbit etc. die Aufnahme von Fructose aus dem Darm erschweren.

Auch permanenter Stress sowie psychische Belastungen schlagen sich auf die Darmfunktion nieder, ebenso wie Umweltbelastungen - z.B. durch Gifte.
Aber auch die Nebenwirkungen mancher Medikamente können die Darmfunktion beeinflussen: Gerade Antibiotika können nicht nur die Darmschleimhaut angreifen, sondern auch die Darmflora zerstören, die für den Abbau der Fructose zuständig ist.

Ebenso kann eine Pilzinfektion mit dem ansonsten harmlosen Hefepilz Candida albicans für eine Beeinträchtigung verantwortlich sein. Der Hefepilz kommt bei ca. 75% der Menschen auf den Schleimhäuten, im Darmbereich und an Fingern und Zehen vor, allerdings ohne schädliche Folgen. Ist das Immunsystem jedoch geschwächt, kann er sich weiter ausbreiten, dabei schädigt er unter anderem auch die Darmschleimhaut.

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Symptome einer Fructoseintoleranz

Die typischen Symptome der Fructoseintoleranz sind neben Bauchschmerzen, Krämpfen und Blähungen auch Durchfall und Übelkeit. Diese können auch unmittelbar nach dem Essen von stark fructosehaltigen Lebensmitteln auftreten. Wenn die Fructose nicht im Dünndarm in den Blutkreislauf transportiert werden kann, gelangt sie in den Dickdarm. Dort wird der Fruchtzucker von Bakterien zu kurzkettigen Fettsäuren abgebaut, die Blähungen und Durchfall auslösen.

Aufgrund der Beeinträchtigung des Stoffwechsels kann auch ein Mangel an bestimmten Mikronährstoffen wie Folsäure und Zink auftreten. Daher zeigen sich auch Kopfschmerzen und Schwindelgefühl, aber auch eine erhöhte Anfälligkeit für Infektionen. Neben der Fructose bleibt auch die Aminosäure Tryptophan im Darm und reagiert mit dieser. Infolgedessen kann das Tryptophan nicht zur Bildung von Serotonin resorbiert werden. Die Folge davon sind Müdigkeit und Depressionen.

Wie wird eine Fructoseintoleranz ärztlich diagnostiziert?

Die beste Methode, um eine Fructoseintoleranz festzustellen, ist der sogenannte H2-Atemtest oder Wasserstoff-Atemtest, der ähnlich wie ein Alkoholtest funktioniert. Dabei trinkt man eine Testlösung, die aus Wasser und Fructose besteht. Anschließend atmet man in bestimmten zeitlichen Abständen in ein Messgerät, das den Wasserstoff-Gehalt der Atemluft misst. Der gemessene Wert gibt dann Aufschluss, ob eine Fructoseintoleranz vorliegt.

Hilfreich ist auch das Führen eines Ernährungsprotokolls. Es gibt dem Arzt Informationen darüber, wie fructosehaltig die in einem bestimmten Zeitraum zugeführte Nahrung ist.

Fructoseintoleranz selbst behandeln

Sofern keine durch Medikamente oder Belastung durch Schadstoffe ausgelöste Fructoseintoleranz gegeben ist, wird eine fructosearme Ernährungstherapie empfohlen, um die Symptome zu lindern oder ganz zu beseitigen. Dabei sollte man auf Obst zugunsten von Gemüse verzichten. Besonders fructosearm sind beispielsweise Pilze, Avocados sowie Zucchini, Knollensellerie und grünes Blattgemüse.

Ebenso vermeidet man am besten industrielle Lebensmittel, die Fructose oder Sorbit enthalten. Hier ist ein Blick auf die Zutatenliste aufschlussreich. Werden Inhaltsstoffe wie Fructose oder Fruktose, Fructose-Glucose-Sirup, Fruchtzucker und Zuckeralkohol aufgeführt, oder Zuckeraustauschstoffe wie Isomalt (E 953), Lactit (E966), Maltit (E 965), Mannit (E421), Sorbit (E 420) oder Xylit (E 967), dann sollte man diese Produkte die ersten Wochen am besten komplett meiden.

Sind die Symptome der Fructoseintoleranz völlig verschwunden, kann man den Zuckeranteil in der Nahrung wieder etwas erhöhen. Am besten macht man das schrittweise, um herauszufinden, ob und ab wann die Symptome wieder auftreten. Langfristig ist jedoch eine konstant reduzierte Zuckeraufnahme empfehlenswert.

Folgeerscheinungen der Fructoseintoleranz angehen

Um die Heilung der Darmschleimhaut zu unterstützen, empfiehlt sich Gerstengras oder Pulver aus Gerstengrassaft. Gerstengraspulver von vitafy essentials enthält einen hohen Anteil an Chlorophyll und Biophotonen und eignet sich für eine gesunde, leichte und eiweißreiche Ernährung. Auch Bio Gerstengras Pulver von Semen Vitae hat eine hohe Bioverfügbarkeit. Es enthält ein spezielles Protein und einen besonderen Ballaststoff, welche die Darmschleimhaut beim Aufbau neuer Zellen unterstützen können.

Ebenso bietet vitafy bei Folsäure- und Zinkmangel eine Auswahl an Nahrungsergänzungsmitteln, die dem Körper wichtige Nährstoffe zuführen:
Folsäure 800 Plus von Avitale ist dabei speziell auf die Bedürfnisse von Schwangeren abgestimmt. Neben Folsäure enthält es auch Jod und Vitamin B12 und ist frei von Gluten, Lactose und Fructose.

Die Zinkkapseln von vitafy essentials versorgen den Körper mit dem Mineralstoff Zink in hoch dosierter Form. Es kann den Säure-Basen-Stoffwechsel verbessern und Defizite in der Ernährung ausgleichen.

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