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Ingwer – die würzige Knolle, die eine gesunde Küche bereichert

Ingwer

Gerade im Winter ist Ingwer in aller Munde - ohne, dass er gleich erkannt wird. Er ist nicht nur Bestandteil von Currymischungen, sondern findet sich ebenso in Lebkuchengewürzen und Erkältungsmitteln wieder. Den aufregend ungewöhnlichen Geschmack nimmt man ebenfalls rasch wahr.

Ingwer – ein wertvolles Lebensmittel

Bereits im Altertum, sowohl in Europa, aber vor allem in Asien, wurde Ingwer geschätzt. Im Ayurveda wird Ingwer als wärmend beschrieben. Bereits im ersten Jahrhundert waren dem griechischen Arzt Dioskorides die guten Eigenschaften von Ingwer bekannt. Ganz wichtig ist es, sich nach der Verarbeitung von Ingwer sorgfältig die Hände zu waschen. Geraten die Inhaltsstoffe ins Auge, brennt es.

Wo wächst Ingwer?

Der genaue Ursprung der Ingwerpflanze ist nicht nachgewiesen. Es wird angenommen, dass sie aus Sri Lanka oder von den pazifischen Inseln stammt. Ingwer wächst in allen tropischen und subtropischen Regionen, vor allem im asiatischen Raum. Hauptexporteur der Ingwerwurzel ist China. Die größten Anbaugebiete finden sich dagegen in Nigeria und Indien. Kleinere Ingwer-Anpflanzungen gibt es in Australien, in Südamerika und im Süden Frankreichs.

Die Inhaltsstoffe von Ingwer

Geschmack und Geruch des Ingwers werden als exotisch befunden. Durch den Bestandteil an ätherischen Ölen, an Scharfstoffen wie Gingerol, Shogaole, Zingiberon und Paradole entsteht ein würziges, je nach Pflanzenteil und Wachstumsstadium sowie der Zubereitung von Ingwer sogar brennend scharfes Aroma. Die enthaltenen Sequisterterpene Camphen, Bornelol, Bisabolen, Zingiberen, Limonen und andere sind gut für die Schleimhäute. Dazu liefert Ingwer jede Menge Vitamine und Mineralstoffe. Damit die wichtigen Inhaltsstoffe erhalten bleiben, wird Ingwer unterschiedlich aufbewahrt. Pulver lagert man am besten dunkel und trocken in fest verschlossenen Behältern, die frische Knolle mag es dagegen luftig. Treibt sie aus oder vertrocknet sie, so ist das kein Problem. Die Triebe lassen sich als Gewürz verwenden, die getrockneten Rhizome eignen sich für Ingwerwasser und Tee.

Ingwertee - der doppelt heiße Drink

Ingwerwasser und Ingwertee werden bei Erkältungen und als Diätgetränk geschätzt. Ingwertee hilft besonders dann, wenn es uns friert - egal, ob dieses Gefühl durch eine heranziehende Erkältung oder durch eine Reduktionsdiät ausgelöst wird. Viel heiße Flüssigkeit zusammen mit den Wirkstoffen des Ingwers beheben das Frösteln rasch. Fertige Tees und Teemischungen gibt es im Handel. Wer mag, kann es sich noch einfacher machen, denn im Reformhaus ist gepresster Ingwersaft erhältlich, der nur noch verdünnt werden muss. Selber zubereiten ist aber kein Hexenwerk: einfach nach Belieben eine etwa einen halben bis einen Zentimeter dicke Scheibe von der Wurzel abschneiden, mit heißem Wasser übergießen und die Tasse fünf bis zehn Minuten ziehen lassen. Nach Belieben kann mit Zitronen oder Orange abgeschmeckt werden.

Ingwer - Ernte und Eigenanbau

Ingwer (lat. Zingiber officinale) lässt sich vielseitig nutzen. In den Anbaugebieten werden die Knollen oft schon nach einer Wachstumszeit von acht bis neun Monaten geerntet. Die grünen Wurzeln sind noch relativ mild. In diesem Reifestadium kommen sie bei uns in Teilstücken in den Handel. Für Würzzwecke bleiben die Rhizome so lange im Boden, bis die Blätter anfangen zu vergilben. Diese ausgereiften Wurzeln werden getrocknet und zu Ingwerpulver vermahlen. Wer selber den Anbau versuchen möchte, kann das mit ganz normalen Wurzelstücken tun.

In der Gemüseabteilung eines jeden Supermarktes lässt sich Ingwer kaufen. Oft zeigen sich bereits beim Kauf oder nach kurzer Zeit der Lagerung Knospenansätze. Die Ingwerwurzel wird dementsprechend in Stücke geschnitten und einfach in Blumenerde gesteckt. Wärme ist zum Gedeihen unbedingt erforderlich. Im Sommer darf das Pflanzgefäß an einen geschützten Platz im Garten stehen. Riesige Ernten erzielt man so zwar nicht, aber beim Eigenanbau kommt man in den Genuss, die frischen, aromatischen Blätter ernten zu können. Es lohnt sich!

Ingwerpulver, das besondere Gewürz

Gingercookies zum Tee, Pfefferkuchen mit Ingwer, Lebkuchen: Der Kontrast zwischen süß und scharf, der sich aus Gebäck und Naschereien mit Ingwerpulver ergibt, wird von vielen Genießern geschätzt. Fertige Currymischungen enthalten deshalb ebenfalls Ingwer. Wer diese selber machen möchte, kann mit Ingwerpulver, Zimt, Kardamon, Muskat, Kurkuma gerne experimentieren.

Frischer Ingwer in der Küche

Frische Ingwerwurzeln mit ihrem grüngelben Inneren können in jeder Küche zum Star werden. Der exotische Geschmack von Ingwer und die wertvollen Inhaltsstoffe peppen jedes Gericht auf. Dazu verwendet man die geschälten Wurzelstücke, der ungeschälte Ingwer lässt sich aber prima durch eine Knoblauchpresse drücken, die Schale bleibt zurück. Das geht doppelt schnell, weil man sich auch das Kleinschneiden spart. Ideal ist Ingwer für Gerichte mit Geflügel und Lamm, er passt zu Fischen und Meeresfrüchten. Klein gehackte oder gepresste Stücke geben Soßen, Chutneys und Marmeladen das gewisse Etwas. Fruchtige Ergänzungen sind Orangen und Zitronen, aber auch Apfelgerichte, Mus und Kuchen mit Pflaumen oder Bananen. Sogar in Smoothies darf Ingwer beigemischt werden, er vertreibt einen faden Geschmack, falls versehentlich zu viel Blattbestandteile im Mixer gelandet sind. Leicht und schnell zubereitet ist ein Salat oder eine Suppe aus Karotten und Ingwer.

Salat-Rezept mit Ingwer

Zutaten:
Für 4 Portionen

  • 400 g Möhren
  • ein nussgroßes Stück Ingwer
  • 1 EL kalt gepresstes Öl und - statt Essig - den Saft einer Blutorange

Zubereitung: Zutaten fein raspeln, vermischen, mit Salz und Pfeffer abschmecken und ziehen lassen.

Rezept für die Karotten-Ingwer-Suppe

Zutaten:

  • 400 g Möhren
  • ein nussgroßes Stück Ingwer
  • 1 EL kalt gepresstes Öl
  • 500 ml Gemüsebrühe
  • 1 kleine Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung: Möhren und Ingwer klein schneiden. Zwiebel würfeln und Knoblauch in kleine Stücke hacken. Öl in einem Topf erhitzen, Zwiebel und Knoblauch anschwitzen, Möhren und Ingwer hinzugeben und mit andünsten. Gemüsebrühe hinzugeben, kurz aufkochen und bei schwacher Hitze etwa 10 bis 15 Minuten köcheln lassen. Ganz nach Geschmack kann die Suppe mit süßer Sahne oder Kokosmilch abgerundet werden. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Was kann man noch mit Ingwer machen?

Kandierte Ingwerstücke sind vor allem in Großbritannien beliebt. Mit Schokolade überzeugen ist ihr Geschmack etwas milder, wogegen pure Stücke vielleicht etwas gewöhnungsbedürftig sind. Ingwerkonfitüre begeistert ebenfalls durch das Zusammenspiel von süß und scharf. Richtige Fans haben sicher schon in Sirup eingelegten frische Ingwerstücke probiert. Gari, in Essig eingelegte Ingwersprossen, sind in Japan Bestandteil eines Sushi-Menüs.

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