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Whey

Whey Protein ist die beliebteste Eiweißquelle von Kraft- und Leistungssportlern. Whey Protein ist besonders für Muskelaufbau und -erhalt effektiv. Erfahre alles Wissenswerte darüber:

Whey Protein ist die beliebteste Eiweißquelle von Kraft- und Leistungssportlern. Whey Protein ist besonders für Muskelaufbau und -erhalt effektiv. Erfahre mehr:

Whey Protein - das am weitesten verbreitete Eiweißpulver

Wissenswerte über Whey Whey Protein oder Molkeneiweiß ist wohl mit Abstand das am häufigsten von Kraft- und Leistungssportlern verwendete Eiweißpulver. "Whey" ist dabei das englische Wort für "Molke", die Flüssigkeit, aus der das Eiweiß gewonnen wird. Molke entsteht bei der Herstellung von Käse, Quark und Frischkäse, eine gelbliche Flüssigkeit, die zurückbleibt, wenn die Milch gerinnt und ausflockt. Whey Protein enthält kein Casein - das Eiweiß, aus dem die verschiedenen Milchprodukte gewonnen werden. Je nach Reinheitsgrad ist es beinahe fettfrei und besonders gut in Wasser löslich und somit ideal als Protein Shake zu genießen.

Whey Protein ist besonders effektiv, wenn man den Muskelaufbau beschleunigen und/oder Muskeln erhalten will, weshalb es auch für Bodybuilder interessant ist.

Welche Arten von Whey Protein gibt es?

Whey Protein Shake Whey Protein wird in drei verschiedenen Arten angeboten: als Konzentrat, Isolat und Hydrolysat. Sie unterscheiden sich im Herstellungsverfahren und somit auch im Proteingehalt sowie in ihrem jeweiligen Anteil an Lactose, Fetten und Kohlenhydraten. 

  • Whey Protein-Konzentrat - auch Molkenkonzentrat oder Whey Protein Concentrate (WPC) genannt - hat einen Proteingehalt von etwa 80%. Es wird hergestellt durch Filtration der Molke und hat einen vergleichsweise höheren Anteil an Lactose. Es enthält 6 - 9 % Kohlenhydrate und 5 - 8 % Fett. Der Herstellungsprozess ist weniger aufwendig als bei den anderen beiden Sorten, dadurch ist es nicht nur günstiger im Preis, sondern auch häufiger in Protein-Produkten enthalten.
  • Whey Protein-Isolat - auch Whey Protein Isolate (WPI) oder kurz Isolat genannt, enthält etwa 90% Whey Protein. Gegenüber Whey Protein-Konzentrat hat es einen deutlich geringeren Anteil an Lactose, Fett und Kohlenhydraten von weniger als 1%. Es wird hauptsächlich durch Ultrafiltration, aber auch durch chemische Verfahren gewonnen. Ultrafiltriertes Isolat hat gegenüber dem auf chemischem Weg erzeugten den wesentlichen Vorteil, dass es vom Körper viel besser aufgenommen werden kann.
  • Whey Protein-Hydrolysat - Whey Protein Hydrolysate (WPH) oder auch nur Hydrolysat genannt - ist die reinste Form von Whey Protein. Der Proteingehalt liegt bei etwa 95%, der Anteil an Laktose, Fett und Kohlenhydraten liegt nochmal unter dem von Whey Protein-Isolat. Bei dem namengebenden Verfahren der Hydrolyse wird das Whey Protein durch Enzyme aufgespalten. Dadurch kann es vom Körper besonders gut und schnell aufgenommen werden, denn es ist quasi "vorverdaut". Whey Protein-Hydrolysat hat einen bitteren Eigengeschmack, daher wird es meistens in Form von Tabletten angeboten. Weiter ist es auch Bestandteil von Protein-Mischungen, sogenannten Mehrkomponenten-Proteinen.

Was macht Whey Protein so besonders?

Whey Protein gilt als "komplettes Protein". Das bedeutet, dass es den Körper mit allen neun proteinbildenden Aminosäuren - Histidin, Isoleucin, Leucin, Lysin, Methionin, Phenylalanin, Threonin, Tryptophan und Valin - versorgt. Gerade der Anteil an Valin, Leucin und Isoleucin in Whey Protein ist hoch. Sie gehören zu den sogenannten verzweigtkettigen Aminosäuren - oft als BCAAs für englisch "BranchedChain Amino Acids" bezeichnet. Bodybuilder nutzen die Eigenschaften von Whey Protein für einen schnellen Muskelaufbau. Aber auch Kraft- und Ausdauersportler greifen oft zu Produkten, die Whey Protein enthalten.

Ist Whey Protein auch für Frauen geeignet?

Whey Protein für Frauen Die wenigsten Frauen möchten wohl eine Figur wie ein weiblicher Bodybuilder erreichen. Aber auch aktive, gesundheitsbewusste Frauen, die gerne und häufig Sport treiben, um fit zu bleiben oder um abzunehmen, können von Whey Protein profitieren: Der Aufbau von Muskeln strafft zum einen die Haut und sorgt dadurch auch für eine wohlgeformte Figur. Zum anderen wird durch den Zuwachs an Muskulatur auch die Fettverbrennung angeregt. Frauen, die gezielt Muskeln aufbauen möchten, können auch zu einem Mass Gainer greifen, der neben Vitaminen und Mineralien unter anderem Whey Protein enthält.

Wann versorgt man den Körper am besten mit Whey Protein?

Whey nach dem Training Whey Protein geht innerhalb einer halben Stunde in das Blut über und versorgt so die Muskeln schnell mit Protein. Daher ist es wichtig, Whey Protein direkt nach dem Training einzunehmen, damit die Muskeln schnell mit Wachstumsbausteinen versorgt werden. Auch am Morgen nach dem Aufstehen empfiehlt es sich, Whey Protein einzunehmen. Damit das Whey Protein optimal vom Körper verwertet wird, ist es sinnvoll, es in Kombination mit Kohlenhydraten wie Dextrose oder Maltodextrin einzunehmen. Dextrose und Maltodextrin bewirken die Ausschüttung von Insulin, welches ein aufbauendes (anaboles) Hormon darstellt. Durch die Ausschüttung von Insulin werden die Aminosäuren aus dem Whey Protein aktiv in die Muskelzellen aufgenommen und in Muskeleiweiß umgewandelt – ein essentieller Schritt für den Muskelaufbau.

Welche Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Whey Protein auftreten?

Sportler mit einer Lebensmittelunverträglichkeit sollten vor der regelmäßigen Einnahme von Whey Protein mit ihrem Arzt abklären, ob sie möglicherweise allergisch darauf reagieren. Gerade bei einer Laktoseintoleranz ist die Wahrscheinlichkeit dafür hoch. Übelkeit, Durchfall und Magenschmerzen können die Folgen sein. Hier bieten Whey Protein-Isolat und -Hydrolysat mit einem deutlich reduzierten Anteil an Lactose eine qualitativ bessere Alternative zum Whey Protein-Konzentrat.

Der regelmäßige Konsum großer Mengen von Whey Protein kann allerdings die Nierenfunktion schädigen, andere Organe können ebenfalls betroffen sein. Daneben besteht auch die Gefahr von Osteoporose. Zuviel des Guten kann hier also das Gegenteil bewirken.

Da Whey Protein-Produkte oft Süßungsmittel enthalten, sollte man die Inhaltsangabe auf der Packung daraufhin prüfen, ob das Produkt beispielsweise Aspartam enthält. Whey Protein-Produkte, die Stevia oder Sucralose enthalten, sind hier die bessere Wahl.

Meist enthält Whey Protein-Pulver auch einen geringen Anteil an Lecithin. Es dient als Emulgator, damit sich sämtliche Bestandteile leicht vermischen lassen. Meist handelt es sich dabei um E322, das aus gentechnisch verändertem Sojabohnen gewonnen wird und in Bio-Lebensmitteln zugelassen ist. 

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