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Propolis: Ein Erzeugnis von Honigbienen

Propolis - auch unter dem Namen Kittharz bekannt - ist ein harzartiger Stoff, der von Bienen hergestellt wird. Sie verwenden ihn zum einen, um im Bienenstock kleinere Spalten zu verschließen und so die Temperatur konstant zu halten. Viel wichtiger ist aber ihre andere Wirkungsweise, die mit einem natürlichen Antibiotikum vergleichbar ist.

Woher kommt Propolis und wie ist es zusammengesetzt?

Was ist Propolis?

Propolis dient dazu, im Bienenstock fremde Bakterien, Pilze und andere Mikroorganismen zu bekämpfen oder sogar abzutöten, um die Ausbreitung von Krankheiten zu verhindern und auch um die Brut zu schützen.
Dazu überziehen die Bienen das Innere des Bienenstocks und besonders die Wabenzellen mit einer dünnen Schicht aus Propolis. Auch Fremdkörper, die sie nicht aus dem Stock entfernen können, versiegeln die Bienen mit einer Schicht Kittharz, damit keine schädlichen Stoffe davon austreten können. Der Mensch erkannte schon früh die positiven Eigenschaften und versuchte, ihre antibakteriellen und antimykotischen Eigenschaften für sich zu nutzen.

Wie entsteht Propolis?
Um die Propolis zu erzeugen, sammeln die Honigbienen harzartige Stoffe an Knospen oder auch flüssiges Baumharz, das aus Öffnungen in der Rinde austritt. Diese vermischen sie mit Pollen, Wachs und ihrem eigenen Speichel, der Fermente enthält, indem sie sozusagen alles durchkauen.
Die Bienen stellen es vor allem im Herbst her, wenn die Hauptblütezeit vorbei ist. Je nachdem, wie viel Baumharz sie in der Umgebung finden und wie groß ein Bienenvolk ist, kann es zwischen 50 und 500 Gramm Propolis pro Jahr einbringen.
Es hat einen leicht süßlichen Geruch, der Geschmack hingegen ist scharf und kann auch Bitterstoffe enthalten. Die Farbe reicht von Gelbbraun bis fast Schwarz.

Woraus besteht Propolis?
Da es sich um ein Naturstoffgemisch handelt, ist die Zusammensetzung der Wirkstoffe von der jeweiligen geographischen Region und der dortigen Vegetation, aber auch vom genauen lokalen Standort des Bienenvolkes abhängig. Des Weiteren haben das Klima und die Jahreszeit Einfluss auf die Menge und Qualität. Diese Schwankungen bestimmen somit auch die Wirksamkeit.
Allgemein besteht Propolis durchschnittlich aus folgenden Stoffen:

50% Harze 30% Bienenwachs 10% ätherische Öle 5% Pollen 3% organische Stoffe (Pflanzenreste) 2% Spurenelemente, Vitamine, Aminosäuren, Enzyme und Flavonoide

Zu den enthaltenen, wichtigen Mineralstoffen und Spurenelementen zählen Eisen, Calcium, Kalium, Kobalt, Kupfer, Magnesium, Selen und Zink.
Daneben sind auch Vitamin A, Vitamin B3 sowie Vitamin E bekannte Bestandteile.

Schließlich sind auch eine ganze Reihe von sekundären Pflanzenstoffen wichtige Bestandteile. Sie tragen diesen Namen, weil sie nicht dem Stoffwechsel einer Pflanze dienen, sondern spezielle Funktionen haben. Darunter fallen verschiedene Flavonoide sowie Kaffeesäure und Salicylsäure.

Wie wird es gesammelt und für die menschliche Verwendung verarbeitet?

Propoplis wird vom Imker in den Bienenstöcken gesammelt. Die alte Methode bestand darin, das Harz von den Wänden des Kastens oder der Waben abzuschaben. Die moderne und auch häufigste Methode besteht darin, ein feinmaschiges Gitter aus Kunststoff im Bienenkasten einzusetzen. Die Honigbienen schließen dann die Zwischenräume des "Störenfrieds" mit Kittharz. Anschließend wird das Gitter wieder entnommen und zuerst im Gefrierschrank tiefgekühlt. Dadurch wird es sehr spröde und lässt sich besonders leicht ablösen. Diese rohe Harzmasse wird dann in Alkohol gelöst und gefiltert, um alle Verunreinigungen zu entfernen. Die so entstandene Lösung kann nun entsprechend weiterverarbeitet werden: zu Pulver getrocknet und gemahlen in Lutschtabletten oder Kapseln, oder als Tinktur in Salben, Mundwasser und Sprays.

Wie wird Propolis angewendet?

Je nach Bedarf kann Propolis äußerlich oder innerlich angewendet werden und wird zur äußerlichen Anwendungin Form einer Salbe oder als Tinktur auf die betroffenen Hautpartien aufgetragen. Bei Hautreizungen, trockener oder rissiger Haut sowie aufgesprungenen Lippen ist eine Salbe die bevorzugte Anwendungsform, da sie pflegt und Feuchtigkeit spendet. Zur innerlichen Anwendung empfehlen sich Propolis Mundwasser oder Spray.
Wer es ganz allgemein als Nahrungsergänzungsmittel einnehmen möchte, kann dabei auf entsprechende Kapseln oder Lutschbonbons zurückgreifen, die sich leicht dosieren lassen.

Wer sollte auf die Anwendung von Propolis-haltigen Produkten verzichten?

Generell sollte man am Anfang die Produkte nur in geringen Dosen anwenden, um die Wirkung zu testen. Eine Allergie gegen Propolis ist nicht sehr häufig - etwa 3 bis 4% aller Menschen sind davon betroffen. Die Symptome sind jedoch in der Stärke nicht vergleichbar mit denen bei Bienen- oder Wespenstichen.
Typische Anzeichen bei einer Verwendung von Propolis in Salben oder Sprays sind entweder Rötungen oder Schwellungen auf der Haut oder an den Schleimhäuten im Mund- und Rachenraum, die oft auch stark jucken.
Entsprechende Symptome sollten jedoch in der Regel nach wenigen Stunden wieder von alleine abklingen.

Als bekanntestes Hauptallergen gilt die Kaffeesäure, doch bei der Vielzahl an Substanzen, die in Propolis enthalten sind, ist es schwer, einen bestimmten chemischen Stoff klar als Allergieauslöser zu identifizieren. Bei ausländischen Produkten ist auch immer die Möglichkeit gegeben, dass Rückstände fremder Substanzen dafür verantwortlich sind.

Außerdem können auch Menschen, die an Heuschnupfen leiden oder allergisch auf manche Obstsorten sowie Heu reagieren, ebenso eine Unverträglichkeit für Propolis entwickeln. Dabei handelt es sich um eine sogenannte Kreuzallergie. Statistisch gesehen trifft sie auf 10% dieser Personengruppe zu.
Am häufigsten bekannt ist eine Gruppenallergie mit Perubalsam. Perubalsam wird in vielen Produkten der Pharma- und der Nahrungsmittelindustrie eingesetzt: Beispielsweise als Zusatzstoff für Parfums und Mittel zur Körperpflege oder als Aroma- und Geschmackstoff in Nahrungsmitteln und Getränken, aber auch in Tabakprodukten.

Eine einfache Methode, um selbst herauszufinden, ob man eine Kontaktallergie für Propolis hat, besteht darin, eine Propolis-haltige Salbe auf eine nicht zu große Hautpartie aufzutragen und dann ein paar Stunden zu warten und währenddessen zu beobachten, ob sich dort Veränderungen wie Schwellungen oder Rötungen zeigen. Diese Symptome deuten dann auf eine Unverträglichkeit hin.
Wer jedoch ein Risiko vermeiden und ganz sichergehen möchte, kann einen richtigen Allergietest beim Arzt durchführen lassen.

Worauf sollte man beim Kauf von Propolis-haltigen Nahrungsergänzungsmitteln achten?

Die Qualität ist nicht allein abhängig von den durch die Bienen gesammelten Inhaltsstoffen, die variieren können. Wichtig dabei ist auch, dass keine chemischen Rückstände oder Schadstoffe darin enthalten sind. Gerade bei außereuropäischen Herstellern kann die Qualitätskontrolle in Bezug auf Rückstandsfreiheit und Reinheit fragwürdig sein. Auch die falsche Lagerung von Propolis-haltigen Produkten kann die Qualität beeinträchtigen. Daher empfiehlt es sich, ein solches Naturprodukt nur von zertifizierten Herstellern zu kaufen, wie es beispielsweise Bio-Imkereien sind, die es regelmäßig von einer unabhängigen Prüfstelle analysieren lassen.

Welche Propolis-haltigen Nahrungsergänzungs- und Pflegemittel gibt es?

Je nach Verwendungszweck gibt es verschiedene Propolis-haltige Produkte, von denen vitafy unter anderem folgende im Sortiment hat:
Manuka-Propolis Rachenspray von Manuka Health enthält eine Kombination aus neuseeländischem Manuka-Honig mit Methylglyoxal und dem Harz der Bienen sowie ätherische Öle.
Bienen Propolis von Fairvital enthält das Kittharz der Bienen in Kapseln, wodurch es besonders leicht einzunehmen ist. Dieses natürliche Nahrungsergänzungsmittel ist reich an Flavonoiden und Procyanidinen und nicht nur Sportlern empfohlen, sondern allen, die ihrem Körper etwas Gutes tun wollen.
Manuka MGO 400+ & Propolis Lutschbonbons von Manuka Health enthalten neben neuseeländischem Manukahonig mit einer Methylglyoxal-Konzentration auch Propolisextrakt sowie Vitamin C.